Kunststoffanalytik

Für die Isolation von Leitungen sowie für die Herstellung von Schutzschläuchen, Klebebändern und Steckergehäusen werden Kunststoffe verwendetet. Viele Prüfvorschriften schreiben eine Identifikation dieses Materials vor. Uns stehen zu diesem Zweck verschiedene Analysemethoden zur Verfügung.

Thermoanalyse

Mittels thermoanalytischer Methoden können Kunststoffe charakterisiert werden. Es ist damit möglich, Kunststoffe zu identifizieren und Rückschlüsse auf deren Verarbeitung zu ziehen.

  • Mit Hilfe der Differential Scanning Calorimetry (DSC) im Temperaturbereich -100°C bis 600°C (max. 700°C) können Schmelzpunkte, Schmelzenthalpie, Glasübergangstemperaturen und Zersetzungspunkte bestimmt werden, die den Werkstoff charakterisieren.
  • Die Thermogravimetrie (TG) im Temperaturbereich bis etwa 1000°C ist eine einfache Methode um die kontrollierte Zersetzung eines Kunststoffes zu beobachten. Auf diese Weise ist es möglich, die unterschiedlichen Anteile eines Kunststoffcompounds auch quantitativ zu bestimmen.

Infrarotspektroskopie

Die Infrarotspektroskopie (IR-Spektroskopie) ist eine Methode der Molekülspektroskopie. Dieses physikalische Analyseverfahren beruht auf der Anregung von Energiezuständen in Molekülen mit infraroter Strahlung. Diese Strahlung liegt energetisch genau im Bereich der Schwingungsniveaus von Molekülbindungen. Man erhält daher ein für den untersuchten Kunststoff charakteristisches Absorptionsspektrum. Durch Vergleich mit Referenzspektren bekannter Kunststoffcompounds kann auf diese Weise eine Bestimmung eines Kunststoffes durchgeführt werden.